Neuigkeiten der SGAB
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Online-Tagung „Flexibilisierung der Berufsbildung“ am 5. November 2021 – 09.00 bis 13.00 Uhr

Gemeinsam mit der SDK CSD führt die SGAB eine Online-Tagung zum Thema „Flexibilisierung der Berufsbildung“ durch. Referate aus der Praxis und der Wissenschaft sowie individuell wählbare Workshops (vgl. weiter unten) geben Ihnen Einblick zum aktuellen Stand der „Flexibilisierung der Berufsbildung“. Das Programm zur Online-Tagung ist HIER hinterlegt. Wir freuen uns sehr über Ihre Anmeldung! Zur […]

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Alle Unterlagen zur Online-Tagung „Berufsfelddidaktik in der Schweiz“ vom 21. Mai 2021

Gemeinsam mit dem EHB führte die SGAB die Online-Tagung „Berufsfelddidaktik in der Schweiz“ durch. Referate aus der Praxis und der Wissenschaft sowie individuell wählbare Workshops (vgl. weiter unten) gaben Einblick zum aktuellen Stand der „Berufsfelddidaktik in der Schweiz“. Alle wesentlichen Unterlagen der Online-Tagung finden Sie weiter unten. Herzlichen Dank an Prof. Antje Barabasch für die […]

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Die SGAB hat erstmals einen Berufsbildungspreis verliehen News
Realto bringt die Lernorte zusammen

SGAB, 27.11.2020. Mit einem Anerkennungspreis fördert die Schweizerische Gesellschaft für angewandte Berufsbildungsforschung den Transfer qualitativ guter Berufsbildungsforschung in die Praxis der Berufsbildung. Erster Preisträger ist das Projekt Realto. In diesem digitalen Raum begegnen sich Berufsfachschule und berufliche Praxis. Die Preisverleihung fand am 27. November 2020 statt.

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SGAB-Newsletter wird neu lanciert News
Transfer. Berufsbildung in Forschung und Praxis

Die SGAB publiziert seit 2016 die wichtigsten Ergebnisse aus der Berufsbildungsforschung der Schweiz. Dank der Unterstützung durch das SBFI erfährt der Newsletter wichtige Neuerungen. a) Der SGAB-Newsletter heisst künftig «Transfer. Berufsbildung in Forschung und Praxis». Damit wird die digitale Publikation greifbarer und leichter zu zitieren. Mit dem Namen verbindet sich der Anspruch der SGAB, zur Valorisierung […]

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Jonas Probst wird neuer Geschäftsleiter der SGAB

Der neue Geschäftsleiter übernimmt seine Funktion am 1. Oktober. Als ausgebildeter Bankkaufmann, Psychologe und Laufbahnberater kennt er die Berufsbildung aus unterschiedlichen Perspektiven. Jonas Probst übernimmt die Geschäftsleitung der SGAB von seiner Vorgängerin Michela Seggiani, die die SGAB verlassen hat, um sich beruflich weiterzuentwickeln. Der 35-jährige Probst ist durch seine bisherige Tätigkeit in der Arbeitswelt und […]

Neuste Beiträge aus Transfer, Berufsbildung in Forschung und Praxis
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Neues Buch im hep verlag 2/2021
Gamification im Unterricht an Berufsfachschulen

Wenn spieltypische Elemente ausserhalb ihres ursprünglichen Kontextes, der Unterhaltung, eingesetzt werden, spricht man von Gamification. Studien zeigen, dass durch die Nutzung von Gamification im Bildungsbereich Motivation und Leistungen gesteigert werden können. Die Autorin des vorliegenden Beitrags, Silke Fischer, hat zusammen mit Andrea Reichmuth im hep verlag eine 40 Seiten umfassende Broschüre dazu publiziert. Sie führt Lehrpersonen an Berufsfachschulen in das Konzept von Gamification ein und bietet eine praxisnahe, didaktische Handlungsanleitung für den Unterricht. Im vorliegenden Beitrag skizziert sie die wichtigsten Aspekte.

Von Silke Fischer
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Alle Unterlagen zur Online-Tagung „Berufsfelddidaktik in der Schweiz“ vom 21. Mai 2021

Gemeinsam mit dem EHB führte die SGAB die Online-Tagung „Berufsfelddidaktik in der Schweiz“ durch. Referate aus der Praxis und der Wissenschaft sowie individuell wählbare Workshops (vgl. weiter unten) gaben Einblick zum aktuellen Stand der „Berufsfelddidaktik in der Schweiz“. Alle wesentlichen Unterlagen der Online-Tagung finden Sie weiter unten. Herzlichen Dank an Prof. Antje Barabasch für die […]

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Berufsbildung als digitales Handwerk – ein Blick zurück und nach vorn 2/2021
Robinsonaden des Lernens

Unter dem Titel «Ein Handwerk studieren» hielt Philipp Gonon am 17. Dezember 20020 seine Abschiedsvorlesung an der Universität Zürich. Er blickt darin in die Anfänge der pädagogischen Diskurse im 18. Jahrhundert zurück, als Jean-Jacques Rousseau in der Romanfigur des Robinson Crusoe ein Modell des modernen Lernens erkannte. In seinem Erziehungsroman «Emile» sollte sein Zögling idealerweise das Handwerk eines Tischlers erlernen: Wenn er dies könne, dann würde er sich überall in allen Fachgebieten erfolgreich behaupten können. Dieser Gedanke ist hochmodern: Denn durch die digitalen Werkzeuge sind wir alle wieder auf die Robinsonade des ständigen Lernens geschickt, in dem sich «Hand- und Kopfwerk» verbinden.

Von Philipp Gonon
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Reden zur Emeritierung von Philipp Gonon 2/2021
Freund und Brückenbauer

Philipp Gonon wurde auf Ende 2020 als Lehrstuhlinhaber für Berufsbildung an der Universität Zürich emeritiert. Anlässlich einer Abschiedsveranstaltung vom 22. Januar 2021 würdigten unter anderem André Schläfli und Thomas Deißinger das Wirken Gonons. Schläfli war langjähriger Direktor des SVEB (Schweizerischer Verband für Weiterbildung), Thomas Deißinger ist Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftspädagogik I an der Universität Konstanz. Eine Zusammenfassung der Abschiedsrede von Philipp Gonon mit dem Titel «Robinsonaden des Lernens» findet sich ebenfalls in Transfer (Link unten).

Von André Schläfli & Thomas Deißinger
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Explorative Stude des EHB 2/2021
Innovationen in der Berufsbildung für KMU in der Romandie

Der Grossteil der Lernenden in der Schweiz wird in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ausgebildet. Der Zeitdruck, die hohe Arbeitsbelastung und die im Vergleich zu Grossunternehmen knappen Ressourcen machen es jedoch oft schwierig, die Lernenden angemessen zu betreuen und Innovationen in der Berufsbildung umzusetzen. Gleichzeitig erfordern die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt und in den Berufsfachschulen eine neue Lernkultur bei der betrieblichen Berufsbildung. In der französischsprachigen Schweiz machen prozentual weniger junge Menschen eine Berufsausbildung als in der Deutschschweiz, da die gymnasiale Tradition in der Romandie stärker verankert ist. Vor diesem Hintergrund wird hier die besondere Situation für KMU diskutiert. Anhand verschiedener Interviews mit Institutionen werden ausgewählte Innovationsprojekte vorgestellt.

Von Florinda Sauli, Matilde Wenger & Antje Barabasch
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Studie zur Berufswahl 1/2021
Frauen und Männer haben unterschiedliche Interessen

Die Berufswahl von Jugendlichen in der Schweiz unterscheidet sich nach wie vor sehr deutlich nach Geschlecht. Eine naheliegende Erklärung, welche in der öffentlichen Debatte bisher wenig Raum einnahm, sind unterschiedliche berufliche Interessen von Frauen und Männern. Tatsächlich zeigt sich ein erstaunlich starker Zusammenhang zwischen dem Tätigkeitsprofil eines Berufs und dem Anteil an weiblichen bzw. männlichen Jugendlichen im entsprechenden Beruf. Dies legt – zusammen mit weiteren Ergebnissen – nahe, dass gesellschaftliche Normen und Stereotypen nicht die alleinige Ursache für die beobachteten Unterschiede in der Berufswahl sind; vielmehr folgen die Jugendlichen bei der Berufswahl auch ihren eigenen Interessen, Neigungen und Fähigkeiten. So dürften Frauen und Männer auch in Zukunft unterschiedliche Berufe wählen.

Von Andreas Kuhn & Stefan C. Wolter
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TREE-STUDIE 1/2021
Wie Herkunft die Berufswahl bestimmt

Die berufliche Grundbildung ist in der Schweiz stark geschichtet. Schulisch anspruchsvollen Berufslehren mit hohem Bildungs- und Laufbahnpotenzial stehen anspruchsärmere Lehren mit eingeschränkten Perspektiven gegenüber. Der vorliegende Beitrag auf Basis der Daten von TREE (Transitionen von der Erstausbildung ins Erwerbsleben) zeigt unter anderem, dass die Eintrittsselektion in die berufliche Grundbildung stark institutionell kanalisiert erfolgt: Sie ist weniger von Leistungsmerkmalen bestimmt als von Merkmalen der sozialen Herkunft. Zudem wirkt es sich auch bei vergleichbaren schulischen und familiären Ausgangsbedingungen ungünstig auf die späteren Ausbildungs- und Arbeitsmarktchancen aus, wenn Jugendliche eine Lehre mit geringem berufsschulischem Anteil durchlaufen.

Von Thomas Meyer & Stefan Sacchi
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Das Programm myidea.ch fördert unternehmerische Kompetenzen 1/2021
Unternehmerisches Denken und Handeln als Zukunftskompetenz im allgemeinbildenden Unterricht

In der Arbeitswelt von morgen werden Arbeiten, die lediglich «abzuarbeiten» sind, verschwinden. Stattdessen wird es noch wichtiger werden, eigeninitiativ und kreativ zu handeln, Chancen zu erkennen, kritisch zu denken und Probleme zu lösen. Dafür braucht es unternehmerische Kompetenzen – Kompetenzen, die an den Berufsfachschulen der Schweiz bisher aber kaum systematisch gefördert werden. Eine neue Initiative will das ändern: Unternehmerisches Denken und Handeln soll integraler Bestandteil des allgemeinbildenden Unterrichts (ABU) werden. Das erfolgreich pilotierte Lehr-/Lernprogramm myidea.ch ist eine Möglichkeit, wie Lernende unternehmerische Kompetenzen aufbauen können. Nun werden interessierte Lehrpersonen, die erfolgreich mit «myidea» gearbeitet haben, zu Multiplikatorinnen ausgebildet, die dann weitere Lehrpersonen schulen. Die Schweizerische Berufsbildungsämter-Konferenz (SBBK) hat 2020 eine Empfehlung zur Implementierung des Programms ausgesprochen. Getragen wird das Projekt von der Schweizerischen Direktorinnen- und Direktorenkonferenz der Berufsfachschulen (SDK).

Von Susan Müller, Eveline Gutzwiller-Helfenfinger, Manfred Pfiffner & Aline Scherz
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Evaluation des Projekts «NON-STOP – Direkteinstieg in die Berufsbildung» 1/2021
Ohne Umwege in die Lehre

Rund 14 Prozent der Schweizer Jugendlichen münden nach der Sekundarstufe I in ein Brückenangebot oder eine Zwischenlösung ein. Schulschwache Jugendliche mit Migrationshintergrund sind davon doppelt so oft betroffen (21%) wie Schweizer Jugendliche. Nicht immer ist diese Anschlusslösung freiwillig gewählt, und 3 bis 6 Prozent der Betroffenen gelingt der Übertritt in eine zertifizierende Ausbildung anschliessend nicht. Im Rahmen des Projekts NON-STOP wurden während vier Jahren 254 Jugendliche während der Lehrstellensuche und der ersten Phase ihrer beruflichen Grundbildung individuell unterstützt. Diese berufsintegrativen Massnahmen sind nach Ansicht der Befragten empfehlenswert und wirksam und im Verhältnis zu Brückenangeboten kostengünstig. Das Projekt fördert den Direkteinstieg in den Beruf von schulschwachen Jugendlichen mit Migrationshintergrund des Niveau B und C nachweislich. Es leistet einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Ausbildungsabschlüsse von Jugendlichen mit Migrationshintergrund und unterstützt damit ein zentrales Bildungsdesiderat der EDK.

Von Silvia Pool Maag & Reto Jäger
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Werdegänge und Lebenswelten von «gefährdeten» Jugendlichen in der Berufsbildung 1/2021
Einfach nicht stromlinienförmig

Es gibt Jugendliche, die sich während der Berufswahl unvernünftig verhalten. Sie bleiben passiv oder hängen Berufen nach, deren Ansprüchen sie kaum genügen werden. Ardi, Bruno und Blerim sind Beispiele. Sie sind drei von 36 Jugendlichen, die in der vorliegenden Fallstudie Auskunft über ihr Leben und Handeln gegeben haben – Jugendliche, die aufgrund soziodemographischer und struktureller Zuschreibungen als gefährdet gelten. Dabei zeigt sich, dass ihr Verhalten durchaus Sinn macht: Indem sie sich widersetzen, gewinnen sie das Gefühl zurück, trotz ungünstiger Prognosen Herr ihrer Biografie zu sein. Für Beratungspersonen oder pädagogisch Verantwortliche ergibt sich dadurch die anspruchsvolle Aufgabe, unpassendes Betragen zu sanktionieren und dennoch mit statt gegen die Jugendlichen zu arbeiten.

Von Luca Preite